Der besondere Filmabend zur Lesung: Ein Mann seiner Klasse – Verfilmung des gleichnamigen Buchs von Christian Baron
9. Oktober um 19:30 bis 21:00

Sechs Tage, bevor der Autor Christian Baron uns sein neues Buch vorstellen wird, möchten wir sein autobiographisches Werk „Ein Mann seiner Klasse“ als Film zeigen.
Kaiserslautern, im Sommer 1994. Für den zehnjährigen Christian ist ein Ausflug in den Freizeitpark die absolute Ausnahme. Realität sind die eingetretene Wohnungstür, Hämatome auf dem Rücken der Mutter Mira und die Erfahrung von ständigem Mangel. Sein Vater Ottes ist unberechenbar, meist siegt der Alkohol über den guten Willen und er macht es seiner Familie nicht leicht, ihn zu lieben. Als der aufgeweckte Christian unerwartet eine Gymnasialempfehlung bekommt, will Mira, dass der begabte Sohn seine Chance nutzt. Ottes ist strikt dagegen. Christian soll wie er die Hauptschule besuchen und arbeiten. Als Mira lebensgefährlich erkrankt, gibt ihre Schwester Juli ein Versprechen ab: Sie wird Verantwortung für die Kinder übernehmen. Nach Miras Tod setzt sie gegen den Willen von Ottes durch, dass Christian aufs Gymnasium geht. In Bedrängnis zwischen Juli und dem Vater, von dem er sich emotional nicht lösen kann, muss Christian sich entscheiden, welchen Weg er im Leben gehen möchte.
Der Spielfilm „Ein Mann seiner Klasse“ und die gleichnamige Doku sind nach dem Bestseller von Christian Baron entstanden.
Mit: Camille Loup Moltzen, Leonard Kunz, Mercedes Müller, Svenja Jung, André Eisermann
Regie: Marc Brummund
Die Ereignisse der Kindheit Christian Barons werden auf einen einzigen Sommer im Jahr 1994 verdichtet. Baron selbst zeigte sich zufrieden mit dem Film. In einem Gespräch mit Hauptdarsteller Camille Moltzen, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten 10 Jahre alt war, sagt Baron, dass er trotz der erlebten Gewalttaten sehr traurig nach dem Tod des Vaters gewesen sei. Dieser starb mit 43 Jahren, „im Endeffekt hat er sich totgesoffen“, so Baron. Henriette von Hellborn bezeichnet den Film bei SWR Kultur als unbedingt sehenswert. Der Film schließe kurze, fröhliche Momente in die Unentrinnbarkeit des Leids ein, „der Zuschauer muss da mit“. Ein Mann seiner Klasse würde den Vater nicht aus der Verantwortung entlassen, wecke aber „Verständnis für diesen Mann, der an seiner Chancenlosigkeit zerbricht“
Weitere Information auf der Seite der ARD
Wie immer gibt es in der Pause einen kleinen passenden Snack.
Der Eintritt ist wie immer frei, Spenden sind willkommen.